8A Labornetzteil aus ATX PC-Netzteil

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Unilein
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#1
06.09.2020, 18:01

Hallo zusammen,

in meinen Schränken befinden sich immer auch ein paar PC-Netzteile. Übrig geblieben aus alten PC's, aus Umbauten oder auch als Reserve. Es befinden sich auch ein paar ATX-Netzteile darunter. Ich habe beschlossen, eines davon zu opfern und daraus ein Labornetzteil mit 3,3 Volt, 5 Volt und 6 bis 30 Volt, 8 Ampére zu basteln.

Dazu angeregt wurde ich unter Anderem auch durch diverse YouTube Videos, die ganz Ähnliches zeigen.

Als Ziel hatte ich mir gesetzt, dass die Spannung und der Strom regelbar sein sollen. Außerdem sollen Spannung, Strom, Leistung und Verbrauch angezeigt werden. Und da es sich um ein stabilisiertes Schaltnetzteil handelt, sind die Spannungen persé schon stabil.

Ok, also musste ich erst einmal ein paar Komponenten besorgen
  • ATX Netzteil (hatte ich ja bereits)
  • Multi PZEM-051 LCD Stromzähler
  • DC - DC Konverter (Step up / Step down Wandler)
  • 25 Watt Lastwiderstand

Dazu natürlich ein wenig Kabel, zwei Potis, und ein Gehäuse.

Zunächst wollte ich alles in das Netzteilgehäuse einbauen. Jedoch hatten alle meine Netzteile zu wenig Platz im Inneren. Was unter Anderem daran lag, dass in allen Netzteilen große Lüfter eingebaut waren. Also habe ich das PC Netzteil zerlegt und für das fertige Gerät das Gehäuse meines Z80-Ardu geopfert (das war nach den Erweiterungen für den Z80 Ardu eh nicht mehr passend).

Um das Ganze zum Laufen zu bringen, belaste ich die 5 Volt-Leitung des Schaltnetzteils mit dem 25 Watt Lastwiderstand. Ein Schaltnetzteil läuft nur an, wenn eine Last vorhanden ist. Soviel ich weiß, benötigt ein ATX Netzteil außerdem ein "Startsignal" um anzulaufen.  Vermutlich muss das grüne Kabel im Netzteil mit Masse verbunden werden. Das lässt sich mit einem kleinen Schalter problemlos bewältigen.

Die 3,3 Volt Leitung und die 5 Volt Leitung des Netzteils führe ich direkt an entsprechende Anschlüsse auf der Gehäusevorderseite. Die 6-30 Volt Leitung kommt von der 12 Volt Leitung des Netzteils über den DC - DC Konverter und der Spannungs-/Stromanzeige, sowie einem Stromshunt an einen entsprechenden Anschluss auf der Gehäusevorderseite.

Ja... Und das wäre dann auch schon alles.

Ein paar Bilder vom WIP sind ja beigefügt. Weiteres folgt dann, wenn das Teil funktioniert.

Gruß,
Uni

   

   

   

   
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Unilein
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#2
08.09.2020, 20:16

Hallo zusammen,

das Labornetzteil ist soweit fertig. Strom und Spannung lassen sich regeln. Leider funktioniert die Anzeige noch nicht ganz wie sie soll. Spannung wird angezeigt, Strom, Leistung und Verbrauch leider noch nicht. Muss ich wohl die Verkabelung noch einmal prüfen.

Außerdem fehlen noch ein paar anständige Knöpfe für die Potis, sowie die Beschriftung derselben und der Anschlüsse.

Aber.. Ich bin schon recht zufrieden. Mein Z80Ardu wird seit einer halben Stunde vom netzteil gespeist. Keine Probleme bis jetzt.

Bildchen wie immer anbei...

Gruß,
Uni
[Bild: 0ec78165de60c59a13d005799715e9ce.jpg]

Gesendet von meinem wahnsinnig modernen Gesprächsknochen
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Titanes
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#3
10.09.2020, 20:02

Das sieht ja echt chic aus. Das Display passt perfekt zum blauen Gehäuse. Ich hatte auch mal vor so was in der Richtung zu bauen. Allerdings als Laderegler für Akkus mit einstellbarer Spannung und Ladestrom. Da gibt es ja auch allerhand fertige Boards, die man dafür einsetzten kann.


Gruß

Titanes
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Unilein
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#4
11.09.2020, 10:16

Moin zusammen,

ich hatte noch einen kleinen Fehler beim Anschluss des Displays gemacht. Deshalb wurden Strom, Leistung und Energieverbrauch nicht angezeigt. Also noch einmal kurz das Gehäuse geöffnet und den Fehler korrigiert. Jetzt funktioniert es. Mein Z80Ardu liegt bei 7 Volt Eingangsspannung (die werden vom Linearregler 7805 benötigt um 5 Volt zu erzeugen) bei einem Stromverbrauch von 0,8A und 5,6 Watt (P = U * I, Leistung = Spannung * Strom, Leistung = 7 Volt * 0,8A = 5,6 Watt).

Warum ich das Gehäuse vor dem Testen geschlossen hatte? Ganz einfach: Ich habe großen Respekt vor der Netzspannung. Da ist es mir lieber, wenn ich nicht versehentlich mit meinen Wurstfingern an spannungsführende Teile fasse. Aber... hat ja soweit alles geklappt und funktioniert jetzt wie es soll.

Gruß
Uni
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Unilein
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#5
11.09.2020, 10:20

(10.09.2020, 20:02)Titanes schrieb: Allerdings als Laderegler für Akkus mit einstellbarer Spannung und Ladestrom. Da gibt es ja auch allerhand fertige Boards, die man dafür einsetzten kann.

Moin Titanes,

so etwas schwebt mir auch noch vor. Da werde ich aber natürlich kein überdimensionierstes ATX-Netzteil verwenden sondern eher ein Schaltnetzteil von einem Notebook. So etwas gibt es ja schon für 8 Euro in der Bucht. Die sollten von der Leistung her eigentlich auch fett genug sein. Zumindest für normale Akkus.

Wie Du im Grunde schon sagst, hält sich der Aufwand dafür auch in Grenzen. Die passenden Regler gibt es, genau wie die Schaltnetzteile, für ganz kleines Geld in der Bucht. Natürlich nur, wenn man so einen Regler nicht selbst bauen möchte Big Grin

Gruß
Uni
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