Was mich mal interessiert.....

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Unilein
Fachgebiet Rauchentwicklung
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#1
31.07.2014, 22:49

...ist:

wie steht es um Eure Elektronikkenntnisse. Habt Ihr von der Ausbildung her (Schule oder Ausbildungsberuf) Berührungspunkte mit der Elektronik? Oder seid Ihr wirklich Hobbyisten und habt Eure KEnntnisse durch Try and Error erworben?

Bei mir war es so, dass ich in meiner Jugend mit Elektronik zu tun hatte. Das war eines meiner Hobbies. Ahnung hatte ich nicht sehr viel. Bücher haben mir das Grundwissen vermittelt. Also zum Beispiel, wie ein Transistor funktioniert. Mit IC's war damals noch nicht viel. Ich hatte lediglich EINEN Operationsverstärker, wenn ich mich recht erinnere war das ein LM324. Ansonsten waren Transistoren, Dioden, Widerstände und Kondensatoren gegeben.

Jahrelang habe ich mit Elektronik, zumindest in Form von Basteleien, nichts zu tun gehabt und seit letztem Jahr bin ich wieder dabei.

Was mich außerdem interessiert ist, wo Ihr hin wollt. Habt Ihr den Ehrgeiz, die Elektronik zu verstehen oder wollt Ihr eher nur ein Ergebnis haben und es ist Euch dabei egal, wie das im Detail funktioniert.

Warum frage ich? Ganz einfach: Ich habe mir ja nun vorgenommen, einen kleinen Computer zu bauen. Das wird kein leichtes Projekt und verlangt eben nicht nur Kentnisse eines Lötkolbens sondern auch das Verständnis der Datenblätter der Bauteile und natürlich auch, wie die Bauteile funktionieren und was sie leisten. Dazu noch Timing, Digitalsignale und und und...

Und natürlich Assembler, denn bevor ein Computer mit einer Hochsprache gefüttert werden kann, brauchts ein Betriebssystem, ein BIOS oder wie man das nennen mag. Und das geht eben nur Maschinennah....

ICh bin gespannt auf Eure Antworten.

Gruß
Uni
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wedelchen
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#2
01.08.2014, 16:33

Hey,

gelernter Elektroniker im Bereich Funk, ist aber schon sehr sehr viele Monde her.

Ist immer mein Hobby geblieben, brauche den Strom irgendwie Cool

Verstehen kann ich nicht immer alles, manchmal reicht es mir zu wissen wie es funktioniert. Im Fehlerfall gehe ich der Sache schon mal gerne auf den Grund.

Gruß...
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tesacrep
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#3
01.08.2014, 19:27

Bei mir hat das ganze vor etwa einem Jahr angefangen. Ich hatte schon immer das Bedürfnis irgendwas mit meinem Computer zu steuern, und dann hatte ich vom Arduino gehört mit dem es wohl einfach sein sollte. so kam eins aufs andere und heute habe ich bestimmt 10 Stück.

Ziele habe ich keine konkreten, aber ich möchte jetzt mal meine Vielen Projekte zu ende bringen. Ich habe gestern geschaut was mir bei jedem einzelnen Projekt genau fehlt um daran weiterzumachen so das wenn ich in einer Woche wiederkomme mir es an nichts fehlt.

Auserdem möchte ich einen Touchscreen mit einem eigenen System bestücken aber bis dahin wird wohl noch einiges an Zeit vergehen. Priorität hat jetzt erstmal die LED Wand und das Gewächshaus. Danach der LED Cube und der Equalizer.
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Rene
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#4
01.08.2014, 23:04

Als Kind beschäftigte ich mich Radiobasteln. Teilweise mit Röhren und teilweise mit Transistoren. Ausserdem hatte ich einen Kosmos Experimentierkasten. Es war immer alles schön erklärt, allerdings nur auf einer anschaulichen Ebene. Die Mathematik ging nicht weit über das Ohmsche Gesetz hinaus.

1978 legte ich mir einen TRS-80 zu. Darin war ein Z-80 Prozessor verbaut. Uerigens hat vor einigen Tagen Dave Jones genau so einen Computer auseinandergenommen (EEVblog #645 - TRS-80 Model I Retro Computer Teardown. Ich hab mir das mit Freude angeschaut. Bei diesem Prozessor blieb ich eine Weile und arbeitete auch ziemlich intensiv mit Assembler.

Das damals führende Betriebssystem war damals CP/M. Dieses war vollständig in Intel 8080 Assembler geschrieben. Eigentlich wäre das nicht nötig gewesen, das das Betriebssystem sehr modular aufgebaut war. Das BIOS (Basic Input Output System) war der Teil, der direkt auf die Hardware zugriff. Er war sehr klein und umfasste nur wenige Funktionen. Der grosse Rest des Betriebssystems kommunizierte mit der Hardware ausschliesslich über die BIOS-Funktionen. Der später als BIOS bekannte Teil in DOS/Windows-Systemen hat damit eigentlich nicht viel zu tun.

Damals wandte ich mich von der Elektronik ab und kümmerte mich nur noch um Software. Im Studium wechselte ich daher von Elektrotechnik auf Informatik. Heute bin ich, wenigstens im Hobby, wieder in der Elektronik zurück. Selbstverständlich interessiert es mich, wie die Elektronik funktioniert. Aber in jedes Detail möchte ich nicht mehr einsteigen. So beschäftige ich mich jeweils mit den Dingen, die ich für meine aktuellen Projekte gerade brauche.

Ich habe gut 35 Jahre Computerentwicklung hautnah miterlebt. Zwar vorwiegend auf Softwareebene. Aber auch hier konnte man schon bald nicht mehr alles wissen. So beschränke ich mich auf ein grobes Verständnis der Vorgänge. Erst wenn mich etwas besonders interessiert oder ich auf ein Problem stosse, lese ich mich in die Details ein.

Gruss
René
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Unilein
Fachgebiet Rauchentwicklung
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#5
02.08.2014, 10:23

Zitat: 1978 legte ich mir einen TRS-80 zu. Darin war ein Z-80 Prozessor verbaut. Uerigens hat vor einigen Tagen Dave Jones genau so einen Computer auseinandergenommen (EEVblog #645 - TRS-80 Model I Retro Computer Teardown. Ich hab mir das mit Freude angeschaut. Bei diesem Prozessor blieb ich eine Weile und arbeitete auch ziemlich intensiv mit Assembler.

Das finde ich extrem interessant! Der VZ200 ist im Grunde ein TRS-80. In meinem kommenden Projekt plane ich Bauteile zu verwenden, die in diesen Geräten verbaut waren:

MC6847 Videocontroller
MC6883 synchroner Adressmultiplexer
6264 Static RAM

Als prozessor dann allerdings Atmega 2560 (in Form eines Arduino Mega2560) oder ein Atmega162. Beide können externes RAM verwalten und haben genug Flash für ein Betriebssystem.

Ich habe übrigens gerade einen Laser210 ersteigert. Der ist baugleich mit dem VZ200, hat aber etwas mehr Speicher. An dem Gerät werde ich demnächst ein paar Umbauten durchführen :-)

Gruß,
Uni
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Rene
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#6
02.08.2014, 12:50

Zitat:MC6847 Videocontroller
MC6883 synchroner Adressmultiplexer
6264 Static RAM

Als prozessor dann allerdings Atmega 2560 (in Form eines Arduino Mega2560) oder ein Atmega162. Beide können externes RAM verwalten und haben genug Flash für ein Betriebssystem.

Da bist du schon weiter im Bereich Elektronik. Ich wäre nicht in der Lage so etwas zu realisieren. Es scheint im Trend zu liegen, sich mit historischen Systemen auseinanderzusetzen. So versucht Ben Heck in seiner Show gerade einen ZX Spectrum als mobiles Gerät wieder auferstehen zu lassen.

Das dein Projekt im Bereich Hardware erfolgreich sein wird, habe ich keinen Zweifel. Beim Betriebssystem bin ich mir aber nicht so sicher. Wenn du wirklich alles selber machen willst, hast du sehr viel Arbeit vor dir.

Auf jeden Fall wünsche ich die viel Spass bei deinem Projekt.

Gruss
René
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Unilein
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#7
02.08.2014, 15:11

Betriebssystem darf man sich in dem Zusammenhang nicht zu komplex vorstellen. Die alten homecomputer hatten als Betriebssystem ja oft einfach einen Basic Interpreter. Das ist es auch, was ich mir vorstelle. Dazu die passenden IO-Routinen für den Schirm und Schnittstellen.

Wir werden sehen. .. Big Grin
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